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Das Edelmetall Rhodium

Wie alle chemischen Elemente ist auch das Element Rhodium (Rh) im Periodensystem der Elemente (PSE) aufgelistet.

Jedem Element ist hier eine Ordnungszahl zugewiesen, das Atom Rhodium hat die Ordnungszahl 45, was bedeutet, dass das Element Rhodium in seinem Atomkern 45 positiv geladene Protonen hat. Um diese positive Ladung zu neutralisieren, haben die meisten Elemente dieselbe Anzahl negativ geladener Elektronen an der Außenhülle – Elektronenhülle genannt – um den Atomkern. Im Periodensystem sind nur solche Elemente aufgenommen, welche sich in einem elektrisch neutralen Zustand befinden.

Die Elektronen sind auf sogenannten Schalen angeordnet. Auf der innersten Schale – diese ist dem Atomkern am nahesten – finden nur zwei Elektronen Platz. Die meisten anderen Schalen können acht Atome halten. Vereinfacht kann gesagt werden, dass alle Elemente, die dieselbe Anzahl Elektronen auf der äußersten Schale haben, größtenteils sehr ähnliche chemische Eigenschaften aufweisen. Davon ist vollkommen unabhängig, wie viele weiter innenliegende Schalen das Element hat. Diese Ähnlichkeit wird im Periodensystem gekennzeichnet, indem die sich ähnelnden Elemente untereinander in derselben Periode stehen. Diese Elemente bilden jeweils eine Gruppe, da sie – wie oben beschrieben – ähnliche Eigenschaften haben.

Das Rhodium steht in einer Nebengruppe, der Cobaltgruppe, gemeinsam mit Cobalt, Iridium und Meitnerium. Rhodium gehört zu den Platin-Metallen und hat dementsprechend eine große Vergleichbarkeit mit anderen Platin-Metallen wie Platin oder Palladium. Obwohl Rhodium ein Übergangsmetall ist, kann es mit Edelmetallen wie Gold, Silber oder Platin verglichen werden. Edelmetalle zeichnen sich dadurch aus, dass sie unter Normalbedingungen eigentlich niemals mit Sauerstoff reagieren – ganz anders als reaktionsfreudige „unedle“ Metalle wie Aluminium oder Zink. So auch das Rhodium.

Was sind die Eigenschaften von Rhodium und wo wird es verwendet?

Rhodium ist ein silbrig-weißes Element metallischen Aussehens, das gut dehnbar und zäh ist. Sein Aggregatzustand ist fest und schmilzt erst bei extrem hohen Temperaturen. Rhodium ist wärme- und stromleitfähig, jedoch ist das Metall in Pulverform leicht entzündlich.

Rhodium ist bekannt für seine geringe Reaktionsfreude im Allgemeinen und seine katalytische Wirkung. Eben aus diesem Grund wird es oft verwendet als Bestandteil von Fahrzeugkatalysatoren. Außerdem wird Rhodium wegen seiner Unlösbarkeit in den meisten Säuren für dünne Spiegelüberzüge, Legierungen oder medizinische Geräte benutzt, ebenso in der Herstellung von Salpetersäure.

Da Rhodium ein Metall ist, das in der Natur nur sehr selten vorkommt und zudem nicht radioaktiv ist, jedoch im industriellen Bereich eine vielseitige Anwendbarkeit hat und daher stark nachgefragt ist, zählt das Rhodium zu den teuersten Metallen, die auf dem Markt zu finden sind.

Wie wurde das Metall Rhodium eigentlich entdeckt?

Das Forscherteam William Hyde Wollaston und Smithson Tennant entdeckten das Metall Rhodium bei der Aufspaltung eines Erzes in Südamerika. Nach der Spaltung blieb neben anderen Elementen wie dem Palladium, dem Osmium oder dem Iridium das Rhodium zurück, das eine rosarote Farbe hatte. Viele Verbindungen mit Rhodium haben diese Farbe, weshalb die Forscher das Rhodium nach dem griechischen Wort „rhodeos“ benannte, welches rosenrot bedeutet. Eines der ersten Anwendungsgebiete des neu gefundenen Metalls Rhodium war damals die Herstellung von Schreibfederspitzen.
 
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